Lorenz berät. (Beiträge 2021)

Was ich in meiner Arbeit erlebe und in Gesprächen erfahre, ist unbezahlbar. Manchmal auch unterhaltsam. Daran lasse ich dich teilhaben. Monatlich. Abonnieren nicht vergessen!

Genieß deine Zeit

„Pausen sind gut für die Seele.“

Als Coach höre ich regelmäßig, dass die Arbeit „gut“ werden müsse.

Meist ist damit der Text als Endprodukt gemeint. Auch die Zusammenarbeit müsse „gut“ funktionieren. Soweit alles nachvollziehbar.

Viele vergessen jedoch, dass zu einem guten Produkt auch ein guter Arbeitsprozess gehört. In anderen Segmenten des Marktes dominiert diese Denkweise bereits: Es soll nicht bloß ein Ei sein, sondern dieses muss ein glückliches Huhn gelegt haben, Fleisch darf nicht aus Massentierhaltung stammen, der Herstellungsprozess sollte sozial verträglich und nachhaltig arrangiert sein.

Unser Leben ist von hohen Erwartungen und Ansprüchen geprägt, die weit über das Endprodukt hinausreichen.

Daher mein Tipp aus jahrelanger Erfahrung: Schaffe dir Sphären der Bearbeitung, in denen du dich wohlfühlst. Arbeite in festen Zeiträumen, setze dir realistische Ziele und genieße deine freie Zeit!

Lass dich nicht von einem schlechten Gewissen plagen, wenn du zwar etwas erreicht hast, aber es noch viel zu tun gibt. Wichtig ist, dass du realistische Tagesziele schaffst – nicht, dass deine Arbeit hastig fertig wird.

Dann wird alles „gut“ werden!

Genieß in diesem Sinne die Feiertage und komm gesund ins neue Jahr!

#dezember 2021 #arbeitsplatz #mentalität #organisation #planung #zeitmanagement

Melpomene hilf!

„Bildung als gesellschaftlichen Ichor.“

„Corona!“, „Corona!“, nochmal „Corona!“

Ich kann es nicht mehr hören!

Wobei nach fast zwei Jahren und drei kompletten Wellen das Virus eigentlich nicht mehr als Trojanisches Pferd gelten dürfte.

Klar, die Sorge vor Mutationen bleibt. Die mit der Delta-Variante perennierende Gefährlichkeit ist real.

Dennoch wird auch politisches Vollversagen immer wieder mit der Corona-Pauschalausrede zu rechtfertigen versucht. Tatsächlich befindet sich die Politik in ihrer originären Funktion als protektiver Kronos auch nach mehr als zwanzig Pandemiemonaten in einer unerträglichen Odyssee. Der Umgang mit dem Bildungsbetrieb kommt der Verstümmelung des Uranos gleich.

Versprochen wurde viel. Keine Gelegenheit blieb ausgespart, Bildung als gesellschaftlichen Ichor hervorzuheben. Vorbereitet wurde nichts. Der Styx ist längst Richtung Totenreich überschritten. Eine Deus-ex-machina-Resolution erscheint unrealistisch.

Dass Schulen und Universitäten bald erneut schließen, wird als unabwendbare Moira kommuniziert werden.

Onlinepräsenzen werden Tribute unfähiger Politiker und die Neopolis mangelnder Studieninhalte sein.

Nach Corona (wann immer das sein möge) wird es schwierig werden, durch Meriten den Olymp zu erklimmen.

Lass dich nicht unterkriegen!

#november2021 #bildungspolitik #bildungssystem #covid19 #planung #zukunft

Sei kreativ!

„Eigene Ideen sind Gold wert.“

Ein Goldbarren, ein Kilogramm schwer, rund 50.000€ wert.

Wer hätte den wohl nicht gerne? Dabei ist es nicht primär das Gold, das wir gerne hätten, sondern das Geld. Denn das allgemein anerkannte Zahlungsmittel ist Geld – und nicht Gold.

Ähnlich verhält es sich im Wissenschaftsbetrieb, insbesondere bei deiner Abschlussarbeit. Das „goldene Zahlungsmittel“ ist nicht dein Thema, sondern deine Idee.

Ja, richtig! Wissenschaftliches Arbeiten lebt von den Ideen, wie du dein Thema bearbeitest. Dazu existieren Methoden zur Herangehensweise, du hast die Wahl, welche Quellen du verwendest und welche argumentativen Wege du einschlägst.

Möchtest du das eigentlich ausgelutschte Thema „Mitarbeitermotivation“ angehen, dann verwende nicht die Maslowsche Bedürfnispyramide von 1943. Integriere einen aktuellen Ansatz aus der Neuropsychologie. Arbeite mit aktueller Fachliteratur.

Lese dich zuerst ein, sammle aus aktueller Literatur Ansätze und Modelle, lass dich von wertvollen Ideen inspirieren.

So vergoldest du dein Thema, dein Dozent wird begeistert von deinen Ideen sein, was die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass er dein Vorhaben befürworten wird.

Was sind deine Ideen?

#oktober2021 #dozentengespräch #leitfaden #planung #themenfindung #zielsetzung

 

Du hast die Wahl!

„Politik und Studium.“

Ständig höre ich Studierende über Weltpolitik klagen, über Wohlstand, Klima, Kapitalismus. Man gewinnt den Eindruck, es zähle nur noch die Weltrettung und alles andere liefe lediglich als „Rest“ nebenher. Über Studierende selbst wird jedoch kaum gesprochen.

Teils werden Sparmaßnahmen als Lösungsansätze kommuniziert. „Bildung“ ist zu einem Werbeslogan verkommen: Klingt immer gut, bloß kosten darf Bildung nichts.

Auch in puncto Corona drehten sich Debatten primär um Schulen und Homeschooling, damit verbunden die Arbeit im Home Office und wirtschaftliche Einbußen. Nur sehr selten wurden immer drastischere Studienanforderungen politisch erörtert. Der in den Schulen jüngst beobachtete Effekt, dass Schüler*innen umso schlechtere Leistungen nach Corona erbringen, je schwächer sie bereits vor Corona waren, kann auch auf Studierende übertragen werden.

Dabei spiegeln studentische Belange auch gesellschaftliche Zustände, denn es geht um die Schicksale der Zukunft. Allein deshalb dürfe es sinnvoll sein, die Qualität der Lehre und der Studienbedingungen zu erhöhen.

Meine Impression von diesem Wahlkampf ist, dass die Belange von Studierenden übersehen worden sind.

Welchen Eindruck hast du?

#september2021 #bildungssystem #corona #covid19 #hochschulpolitik #zufriedenheit

Arbeite zielführend

„Noch ne Quelle.“

So verging die Zeit. Luisa saß jeden Mittag tippend an ihrer Thesis. Und wenn sie nicht tippte, dann suchte sie nach Literatur. Ihre Kapitel wuchsen.

Zwei Wochen vor ihrem Abgabetermin stellte Luisa fest, dass das Fazit nicht zu ihrem empirischen Teil passte. Dabei lief die Untersuchung gut und die Ergebnisse waren deutlich. Aber was stimmte hier nicht?

Dann durchfuhr es Luisa wie ein Blitz!

Sie hatte im Theorieteil Begriffe definiert, die nur entfernt zum Thema gehören. Außerdem hatte sie Sachverhalte beschrieben, die nicht auf die Fragestellung bezogen waren.

Weil bereits ihre Fragestellung kaum auf den Arbeitstitel bezogen war, wurde Luisa kreidebleich. Und die Hypothesen für den Forschungsteil hatte sie aus der unpassenden Theorie hergeleitet.

Nichts war zielführend. Nichts passte mehr. In Luisas Arbeit stand zwar viel. Aber ohne Themenbezug.

Luisa fragte bei Lorenz an. Sofort schickte sie ihm seine Arbeit und in einem kostenlosen Zoom-Gespräch konnte der aktuelle Stand eingeblendet und besprochen werden.

In zwei weiteren Gesprächen ließ sich Luisa immer ein Feedback zu ihren neu formulierten Teilen geben.

Mission gelungen. Bachelorabschluss gerettet!

#august2021 #leitfaden #methode #literaturrecherche #planung #zielsetzung

Irgendwann einmal,

man munkelt, es war zu einer Zeit, als das Internet noch nicht entdeckt war, unterhielt Lorenz noch keine Homepage und verfasste keine Blogbeiträge. Beratungsgespräche waren so gut wie noch nicht erfunden. Jedenfalls jene über Zoom nicht. Doch Postfächer waren von E-Mails überflutet, aber daran hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Auch gab es ein Leben vor WhatsApp, als die Menschen ihr Mobilgerät fast ausschließlich zum Telefonieren nutzten. Zuvor nur Festnetz, erst mit Wählscheibe. Aber mit ihr kam Lorenz nie in Kontakt. Jedenfalls nicht, dass er wüsste.

Es war in vielerlei Hinsicht ein unbeschwerteres, einfacheres Leben, wird so mancher heute mit einem Lächeln, einer Träne oder verbittert behaupten. Dabei gibt es keinen Grund zur Betrübtheit. Denn wer einmal realisiert hat, dass er die Vergangenheit hätte prägen können, wird diese Kraft für die Gestaltung seiner Zukunft nutzen.

Auch die Welt des kleinen, jungen Lorenz’ war eine andere. Das, was im Leben wirklich zählt, so sagt er, sind Kreativität, Wissbegierde, Fleiß und der unumstößliche Glaube an das Gute im Menschen. Es sind eben jene Werte der Stärke, die die Zeit zu überdauern vermögen.

Wieder andere behaupten, es sei nicht die Welt, die sich ändert, sondern wir. Irgendwie, so denkt Lorenz – zumindest heute -, versteckt sich die Wahrheit mittendrin.

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Warte nicht, bis es zu spät ist!

Ich helfe gern und lege auch mal eine Nachtschicht ein – ohne Aufpreis. Meine Hilfe ist effektiver und kostengünstiger, wenn du dich frühzeitig bei mir meldest, denn ich rechne nach Stunden ab.

Auch wenn die Zeit drängt: In jeder Phase deiner Bearbeitung unterstütze ich dich mit Feedback oder einem Schreibcoaching.

Du erreichst mich telefonisch, per WhatsApp, per E-Mail oder über das Kontaktformular.