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Studiparty mit Espresso Martini
„Mein Hemd beweist, dass euer Abend schmeckt.“
„Geschüttelt, nicht gerührt“ wäre James Bonds Devise gewesen. Lorenz‘ hingegen lautete: „Party läuft. Buchstäblich das Hemd runter.“ Doch ein Missgeschick ist nicht immer gleich ein Malus. Denn verkippte Cocktails sind, wie vergossene Milch, als Chance zu verstehen.
„Wenn von meinem Martini was verkippt, ist das nicht so schlimm, als wenn in deiner Bachelorarbeit was anbrennt.“ verglich der Berater. Der Fauxpas wurde Programm. „Bist du auch in deiner Arbeit umwerfend?“ war also kein spitzzüngiger Affront, sondern ein humorvoller Türöffner.
Wer Missgriffe als Handlungsoptionen begreift, versteht eine nicht bestandene Prüfungsleistung als Appell zur Reflexion. Insbesondere einem verkippten Zweitversuch lässt sich u. a. durch frühzeitige Beratung vorbeugen.
Eine weiße Weste trägt, wer die richtigen Rückschlüsse zieht. Flecken sind Chancen, kein Scheitern!
Retrospektiv steht der Erfolg eines Jahres damit für jenes Wachstum, das wir aus sämtlichen Möglichkeiten zu extrahieren und umzusetzen vermochten.
Stoßen wir an – auf dass wir die Potenziale erkennen werden!
#dezember2025 #erfolg #fehlerkultur #lernkurven #motivation #weitermachen
Geistertexte
„…nicht nur an Halloween.“
Täglich erreichen Lorenz Anfragen zur Textprüfung. Seit KI oft vertreten: Geistertexte.
Ein klarer Aufbau fehlt, Kapitel huschen wie Zombies ziellos durch die Seiten. Blockzitate werden wie Süßes oder Saures verteilt. Glibberartige Wortfetzen halten Abschnitte lose zusammen. Es spukt überall.
„Ich habe mir das abschnittweise von ChatGPT generieren lassen – da kann nichts falsch sein.“ sagte der düster blickende Tom. „Zwischen partieller inhaltlicher Richtigkeit und umfassender Logik liegen Welten.“ entgegnete Lorenz und ergänzte: „Inhalte in einer wissenschaftlichen Arbeit sind nicht erst falsch, wenn die KI halluziniert, sondern schon, wenn der Kontext fehlt.“ – „Und wie erarbeite ich die Items für meine Umfrage?“ entgegnete Tom mit zitternder Stimme. „Hier und da lassen sich Fragen aus den Inhalten bilden, aber dein Theorieteil braucht Überarbeitung.“
Damit sich der Nebel lichtet, gab der ehemalige Dozent erhellendes Feedback noch über Nacht: Doppelte Inhalte wurden identifiziert, und auch jene Stellen, die hinsichtlich des Themas noch präzisiert werden müssen.
Künftig wird Tom seinen Bearbeitungsfortschritt regelmäßig per E-Mail an Lorenz senden, um weiteren Grusel zu vermeiden. Denn nicht Mystik führt zu einem erfolgreichen Abschluss, sondern themengerechte Bearbeitung.
Muss deine Arbeit in den Verbannungscontainer?
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Rolltreppe aufwärts
„Die Bachelorarbeit wird zur Endstation.“
Tolga wurde Passagier einer U-Bahn, die er längst nicht mehr steuerte. Er agierte im Untergrund. Die Gleise waren Module, die Strecke seine Semesterplanung, andere Fahrgäste Gelangweilte. Jede Station eine verpasste Ausstiegschance.
So fiel die düstere Bilanz des kostenlosen Erstgesprächs aus, denn Tolga wusste nicht mehr weiter. Seit bereits sechs Semestern hat er die Kontrolle über sein Studium verloren: „Ich hatte keinen Bock mehr, blieb daheim und meine Kommilitonen haben mich in die Anwesenheitslisten eingetragen. Monatelang war ich nicht mehr in der Uni.“ So fasste er seine Situation zusammen.
„Mein Studiengang läuft aus, ich muss noch mehrere Hausarbeiten schreiben, die Bachelorarbeit muss rechtzeitig fertig werden.“ Tolga kennt weder Inhalte noch Dozenten.
Er blickt in eine dunkle Tunnelröhre. „Die Bachelorarbeit wird zur Endstation!“, äußerte er resigniert. Lorenz motivierte: „Die Bachelorarbeit ist immer das Ende eines Studiengangs. ‚Endstation‘ ist also neutral. Steig aus der U-Bahn aus, geh zur Uni, hol alles nach, und deine Reise wird gut enden!“
Ja, Tolga muss viel nacharbeiten, Hausarbeiten nachreichen und dann die Bachelorarbeit bestehen. Deshalb wird Tolga regelmäßig seine Unterlagen zur langfristigen Rundum-Begleitung schicken und Lorenz wird zur Rolltreppe hinauf ins Licht.
Steuerst du deinen Zug?
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Sonstiges
„Dann verschieb ich das auch in den Ordner.“
„Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll!“, klagte Christine im Gratis-Meeting. „Dabei liefen die Interviews gut!“ Dann zeigte sie Lorenz per Bildschirmfreigabe ihr Problem. Sie hatte in MAXQDA eine Kategorie namens „Sonstiges“ angelegt und sämtliche Gesprächsschnipsel, die sich nicht zuordnen ließen, dorthin verfrachtet.
„Problematisch“, stellte der erfahrene Wissenschaftsberater fest: „Dies ist nicht nur ein strukturelles, sondern ein inhaltliches Problem!“ – „Warum?“ fragte Christine. – „Es besteht die Möglichkeit, Kategorien aus der Theorie heraus zu bilden, was nach Mayring eine deduktive Kategorienanwendung wäre. Zudem kannst du aus den Antworten deiner Interviewpartner Inhalte kategorisieren. Dies wäre eine induktive Kategorienbildung“.
In einem Folgemeeting bestand der erste Schritt darin, geeignete Kategorien aus der Theorie zu identifizieren, um die Sonstiges-Inhalte konkreter zuordnen zu können. Glücklicherweise war Christines Theorieteil in Ordnung, sonst hätte die Lösung schon bei der Überarbeitung der Theoriekapitel angesetzt. Und zum Glück waren die Interviewfragen thematisch zielführend.
Christines Problem konnte in nur einer Stunde gelöst werden. Heute weiß sie: Struktur ist methodische Notwendigkeit. Nur klare Kategorien ermöglichen die transparente Darstellung und Nachvollziehbarkeit von Ergebnissen.
Gehst du geordnet vor?
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Geld zurück bei Online-Coaching
„Ein BGH-Urteil macht das jetzt möglich.“
Schon wieder zoomte Lorenz mit einer enttäuschten Bachelorstudentin, die im kostenfreien Erstgespräch klagte, dass sie „reingefallen“ sei.
Mit den Worten „Ich dachte, die Schreibberatung wäre so gut.“ reflektierte sie ihre anfängliche Euphorie. „Das geht da systematisch zu, die haben eigene Mentoren und werben mit einer Phasenstrategie.“ Weiter stellte sie fest: „Mehr als 3.000€ plus Umsatzsteuer habe ich für falsche Versprechen bezahlt und der Coach war völlig inkompetent.“
Lorenz riet: „Hast du für ein Online-Coaching bezahlt, das strukturiert Wissen vermittelte und eine Lernerfolgskontrolle lag vor, kannst du dein Geld zurückfordern.“ Denn der Bundesgerichtshof entschied am 12. Juni 2025, dass Online-Coachingverträge nichtig sein können (Az. III ZR 109/24). Der Anbieter muss über ein ZFU-Zulassung verfügen. Hat er diese nicht, können geschlossene Verträge nichtig sein. Für eine Lernerfolgskontrolle reicht ein Feedback.
Auf www.zfu-zertifikat.de berät Lorenz neuerdings deshalb auch Unternehmer zur didaktisch-methodischen Gestaltung ihrer Kurse.
Derzeit ist der Online-Coaching-Markt in Aufruhr, da vor allem Rückforderungen für Coaches existenzbedrohend sein können. Da Lorenz niemals Kurse anbot, sondern immer individuelle, auf den Studierenden zugeschnittene Hilfe gab und gibt, benötigt er keine ZFU-Zulassung.
Auch Studierende, die „reingefallen“ sind, können sich bei Lorenz melden.
Lorenz‘ Devise bleibt damit unverändert: „Ich stehe immer auf eurer Seite!“
#august2025 #betrug #fernunterricht #fernusg #geldzurückgarantie #mentoring
Energieversorger*innen
„Meine Dozentin sagte, ich solle gendern.“
Im kostenfreien Erstgespräch blendete Verena ihre angefangene BWL-Bachelorarbeit ein und fragte nach korrektem Gendergebrauch.
„Es gibt kein generisches Maskulinum!“ und „Wichtig ist, dass alle mitgemeint sind!“ mahnte sie mehrmals. Als wolle sie den Berater gleich zu Beginn belehren.
In ihrem Text stand unter anderem „Energieversorger*innen“ und „Stromerzeuger*innen“. Lorenz behielt einen kühlen Kopf und fragte zurück: „Wer erzeugt denn die Energie?“ Zuerst war unstrittig, dass Strom von Kraftwerken erzeugt wird und „Anbieter auf dem Markt“ Unternehmen sind.
Danach versuchte Verena dies krampfhaft zu verdrehen: „Aber Strom wird doch von Menschen hergestellt. Und die können diskriminiert werden.“
Lorenz argumentierte mit einem Vergleich: „Stromerzeuger, Energieversorger und Anbieter stehen auf einer Ebene mit Feuerlöscher. Alles klingt männlich. Funktional handelt es sich jedoch um Kraftwerke, Unternehmen und Blechdinger mit Löschpulver.“ – „Aber auch der Feuerlöscher wurde von Menschen hergestellt!“ hielt Verena dagegen. „Willst du jetzt Feuerlöscher*in schreiben?“ Da schimpfte Verena: „Das ist ja Mansplaining von einem alten weißen Mann!“
Verena wird wohl ihren Weg gehen. Ihre Dozentin übrigens auch.
Gendergerechte Sprache ist wichtig, aber sie sollte funktionale Begriffe nicht künstlich vermenschlichen. Nicht jedes Wort mit -er bezeichnet automatisch eine Person.
Genderst du gerne?
#juli2025 #genderdebatte #gendergerechtesprache #sprachsensibilität #sprachwandel #wissenschaftssprache
…auch so ein Coach?
„Woher weiß ich, dass Sie seriös sind?“
Über das Kontaktformular erhielt Lorenz eine Anfrage, in der unter anderem stand: „Sie sind ja auch so ein Coach. Woher weiß ich, dass Sie seriös sind?“
Zuerst irritiert, verstand er die Skepsis schnell. Denn leere Versprechungen und Abzocke sind Sinnbild der Coachingbranche. Zudem gibt es weder Zugangsvoraussetzungen noch Qualitätskontrollen.
Lorenz antwortete: „Als erfahrener Lektor und wissenschaftlicher Berater berate ich jährlich mehr als 200 Studierende. Das Ziel jeder Zusammenarbeit ist stets eindeutig: eine Prüfungsleistung zu bestehen. Deshalb praktiziere ich kein Mindsetgeschwafel, Achtsamkeitsgedöns oder Ähnliches. Es gibt keine Anschlusscoachings oder Masterclass, keinen geheimen ‚inneren Zirkel‘, der nur auf Sie wartet. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit endet automatisch, denn das Ziel des Bestehens ist klar definiert.“
Ergänzend schrieb Lorenz: „Viele Studierende bleiben weiterhin mit mir in Kontakt, weil sie bestanden haben und ihr Problem gelöst wurde – nicht aber, weil es neue Sessions zum weiterhin bestehenden Problem gäbe.“
Lorenz‘ Konzept ist weder Pyramide noch Schneeballsystem. Hilfesuchende werden also nicht finanziell ausgebeutet. Im Gegenteil: Sie profitieren von fachlicher Kompetenz. Auch die Studentin aus der Anfrage weiß dies zu schätzen, bat um einen Beratungsvertrag und schloss so ihren Bachelor erfolgreich ab.
Hast du Coaching-Erfahrung gesammelt?
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Schreiben, Lesen und Verstehen
„Der Reisverschluss funktioniert.“
Maria, eine MTD-Studentin (Mode-Textil-Design), die in einigen Wochen ihre Bachelorarbeit zu Designelementen einreichen wird, mailte Lorenz ihr neu erarbeitetes Kapitel. Die Überschrift kündigte „Funktionen des Zippers“ an und in den Ausführungen stand einiges über den Reisverschluss.
Bei solchen Fehlern zittert es Lorenz sofort in den Fingern. Er rückte den Cursor zum s, das dann zur Hölle geschickt wurde. Die Änderungen-nachverfolgen-Funktion markiert dort nun ein rotes ß: „Reißverschluss“.
Ein weiteres Subkapitel thematisierte die Kleiderordnung im Vatikan und der Päbste. „O Heiland, reis die Himmel auf.“ dachte Lorenz mit ebenfalls zuckender Hand. Auch inhaltlich war das Kapitel defizitär, da die Ausführungen auf den Papst beschränkt blieben. Deshalb gab Lorenz auch mittels Kommentarfunktion inhaltliches Feedback.
Einige Tage später äußerte Maria in einem Zoom-Meeting: „In den Quellen steht oft ‚Zipper‘. Ich wusste nicht, dass man Reißverschluss mit ß schreibt.“ – „Wenn ich so etwas lese, denke ich an Kochreis.“ – „Ach, du heilige Sch…!“ entfuhr es Maria. „Stimmt, das ist sozusagen der heilige Stuhl.“ ergänzte Lorenz und beide lachten.
Textverständnis bedeutet Kopfkino. Auch beim Lesen deiner Abschlussarbeit erzeugst du bei deinen Dozenten Bilder im Kopf.
Ergeht es dir auch so?
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Es gibt keine Definition
„Es gibt sie doch!“
Thorsten schickte die ersten Unterkapitel seiner „Bachelorarbeit-in-progress“. Wie besprochen hatte er mit den Definitionen zu Tourismus und Marketing begonnen.
Enttäuschenderweise startete jedes Definitionskapitel mit akademischer Ausweichrhetorik: „Es gibt keine einheitliche Definition…“ In einem Feedback per Word-Kommentarfunktion merkte Lorenz als erfahrener Helfer an, dass dies zu ungenau sei. Da wunderte sich Thorsten.
In einem Telefonat schilderte der heutige Absolvent, dass es sooo viele Definitionen gebe, die sich unterschieden. „Das ist immer so“, fasste Lorenz zusammen und riet: „Arbeite dich ein, damit du die für dein Thema relevanten Autoren kennst und nutze Kernmerkmale aus deren Definitionen.“ – „Aber die sagen doch alle was anderes.“, wunderte sich Thorsten. „Nein, nur was Ähnliches“, widersprach Lorenz und ergänzte: „deshalb solltest du den Konsens herausarbeiten!“
Dann wurde Thorsten konkret: „Alle sagen, Touristen sind Menschen, die verreist sind.“ – „Das kannst du sicher mit mehreren Autoren belegen“, bekräftigte Lorenz. Ein erleichterndes „Aah!“ machte sich breit.
Lorenz empfiehlt als langjähriger Coach, Definitionen so exakt wie möglich zu formulieren und Gemeinsamkeiten herauszustellen: „Wer anfangs bereits eine Nebelwolke erzeugt, wird spätestens im Diskussionsteil den Durchblick verloren haben.“
Legst du dich gerne fest?
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Riskante Erstsemester-Planung
„Ich wollte nur fleißig sein!“
Im Gratis-Erstgespräch schilderte Myriel ihre Lage: „Zwei mündliche Prüfungen, vier Klausuren und drei Hausarbeiten! Das alles im ersten Semester.“ Schon in zwei Wochen sind zwei Hausarbeiten einzureichen. Zudem steht noch eine schriftliche und mündliche Prüfung an. „Durch eine Mündliche bin ich bereits durchgerasselt.“ Myriel war den Tränen nahe: „Wie soll ich das alles noch schaffen?“
„Viele unterschätzen den Workload“, resümierte Lorenz und ergänzte: „Wir sollten jetzt Prioritäten festlegen.“ Der Plan war, dass Myriel beide Dozenten ihrer Hausarbeiten um eine Abgabefristverlängerung bittet. „Bei Hausarbeiten geht das. Eine Bachelorarbeit hingegen muss pünktlich eingereicht werden, da sie beim Prüfungsamt angemeldet wird.“, so Lorenz. „Zudem sollten wir abchecken, welche Prüfungen du verschieben kannst.“ Die An- und Abmeldung von Prüfungen handhaben Hochschulen individuell.
Zum Semesterstart wusste Myriel dies alles nicht, sondern folgte der Dozentenempfehlung aus einer Einführungsveranstaltung: „Belegen Sie so viele Seminare wie möglich.“
Dies ist kein guter Rat. Denn wer gewissenhaft studiert, überhastet nichts. Da Erstis den Studienbetrieb nicht kennen, birgt diese Vorgehensweise das Risiko der Überforderung, insbesondere gegen Semesterende.
Zum Zeitmanagement lässt sich Myriel nun von Lorenz beraten.
Wie wird dein Studienstart aussehen?
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Café Liebevoll
„Wer sind Sie?“
Schon der zweite Anrufer dachte, er würde mit dem Café Liebevoll sprechen. Denn zufälligerweise ähneln sich unsere Handynummern. Wer als letzte Ziffer eine 0 statt einer 3 eingibt, erreicht mich. Statt Kaffee, Kuchen und Kultur auf Fehmarn gibt’s wissenschaftliche Beratung aus dem Rheinland.
Auch in Studienarbeiten können kleine Missgeschicke große Wirkung entfalten. Hier sind es nicht ausschließlich Zahlen, die korrekt übernommen werden wollen: Eine Scheißerei stinkt im Wilden Westen mindestens so extrem wie auf der Koala-Halbinsel, ein S schickt den Tiger in die Sauna. Ein simples a vertausendfacht die „Mio.“ zur Milliarde; wer hingegen „Mill.“ schreibt, produziert sein eigenes Missverständnis. Nichts davon markiert die Autokorrektur als fehlerhaft.
Daneben existieren Falschschreibweisen, die ich in Lektoraten regelmäßig anmerke: Prädikator statt Prädiktor, Standart statt Standard, haufenweise seit/seid-Fehler. Ein h verschlimmert den Fro[h]ndienst buchstäblich. Das ist ärgerlich von Luxe[n]burg bis Baden-Württe[n]berg. Wer sich im Vor[r]aus bedankt, erlebt womöglich kein Vorstellungsgespräch, denn er ist zuvor raus.
Kein kol[l]ossaler Fehler ist wiederum, dass auf dem Stoppschild ein P fehlt. Damit wäre das nun abgehackt. Eh… abgehakt.
Übrigens: Am 23. Februar geht es um ein X, das richtig gesetzt werden will. Verwählen kann man sich auch hier.
Wie steht’s um deine Rechtschreibung?
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Ein neues Ja
„Neustart als Bekenntnis.“
Ein Ja als Bekenntnis ist stets eine Verpflichtung.
Ich bekenne mich dazu, glücklicher Berater zu sein. Meine Zufriedenheit ist der Motor, immer Neues zu lernen, um Studierende stets effektiver unterstützen zu können. Ich bekenne mich zu meiner Verpflichtung der ehrlichen Hilfe.
Viele Menschen nehmen Jahreswechsel zum Anlass, um etwas bzw. sich selbst zu ändern. Neujahrsvorsätze halten aber oft nur so lange wie der Sekt sprudelt. Denn wer den echten Willen zur Veränderung hegt, wartet sicher nicht bis zum ersten Januar, sondern reflektiert sich regelmäßig selbst, um sich permanent neu auszurichten.
„Ich bin fleißig, aber zum Lernen fehlt mir die Zeit.“ vertraute mir kürzlich eine überforderte Studentin im Meeting an. Auf meine Rückfrage, was sie alles mache, entgegnete sie mir: „Viel Sport im Verein!“
Ein unreflektiertes Ja-Sage-Verhalten kann zum Laster werden. Denn Permanentjasager vernachlässigen oft ihre eigenen Bedürfnisse. Das gefährdet die Fernzielerreichung. Es ist deshalb wichtig, dass du Fernziele über kurzfristige Erfolge stellst.
Sinnbildlich dafür steht das Schummeln mit ChatGPT bzw. KI. Denn hier werden große Erfolge durch kurzfristige Zeitersparnisse riskant aufs Spiel gesetzt.
Willst du 2025 zum Ja(hr) des ehrlichen Bekenntnisses werden lassen?
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