Lorenz berät. (Beiträge 2026)

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Plausibilität

„Da der Rheinpegel in Kaub auf nur 5 cm stand, war es möglich, den Rhein zu Fuß zu überqueren.“

Dies las Lorenz in einem zu lektorierenden Text. Die Aussage ist falsch und gefährlich. Denn ein Pegelstand von fünf Zentimetern bedeutet keinesfalls, dass der Rhein nur fünf Zentimeter tief ist. Der Pegel gibt den Wasserstand gegenüber einem festgelegten Pegelnullpunkt an. In Kaub wären es in der Fahrrinne bei einem Pegelstand von fünf Zentimetern rechnerisch immer noch rund 1,18 m.

Auf diese Weise trat das Kuriosum ein, dass der Pegel in Emmerich Minuswerte aufwies (−28 cm).

Somit ist der erste Teil des Eingangszitats korrekt, aber der zweite Teil nicht haltbar.

Versuche beim wissenschaftlichen Arbeiten deshalb, deine Schlussfolgerungen zu validieren. Insbesondere hier wäre dies recht leicht gewesen, zumal die Stadt Bingen und die DLRG eindringlich vor dem Versuch gewarnt haben, den Rhein zu Fuß zu durchqueren.

Falsche Schlussfolgerungen belegen mangelnde Einarbeitung. Exakt hier erkennt dein Dozent, wie dein Text entstanden ist. Keine Lösung ist hingegen, auf Schlussfolgerungen zu verzichten und nur Zitate aneinanderzureihen, um eigene Denkarbeit zu ersetzen.

Würdest du ein Lektorat in Anspruch nehmen, bevor deine Arbeit über die Wupper oder über den Rhein geht?

#september2026 #begriffsklärung #definitionen #fachsprache #semantik #wissenschaftlichkeit

Kältebus

„Wo sind die Hitzebusse?“

„Sprache ist unlogisch!“ stellte Veronika in einem Meeting mit Lorenz fest. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass der Kältebus im Winter Menschen vor Kälte rettet. „Müssten bei diesen sommerlichen Temperaturen nicht die Wärme- oder Hitzebusse fahren?“ fragte die Studentin der Sozialen Arbeit und ergänzte: „Da würde die Bezeichnung Kältebus doch besser passen.“

Nach einer kurzen Recherche wurde deutlich: Je nach Anbieter wird der Kältebus auch als Wärmebus bezeichnet. „Das kann ja nicht sein, dass sowas Interpretationssache ist!“, wunderte sich die Bachelorstudentin.

Lorenz erklärte: „Sprache ist tatsächlich unlogisch: Die Diebstahlsicherung schützt vor Diebstahl, aber die Kindersicherung schützt nicht vor Kindern. Eine Gewinnwarnung warnt nicht vor Gewinn, sondern vor Verlust.“ Bei längerem Nachdenken fallen viele derartige Inkonsistenzen auf. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass nicht Sprache im Allgemeinen unlogisch ist, sondern einzelne Strukturen des Sprachsystems.

Veronika hat gelernt, dass sie Begriffe nicht stur in ihre wissenschaftliche Arbeit übernimmt. Erforderlich ist daher eine Einarbeitung in mehrere Fachtexte. Auch kritisches Hinterfragen und Nachschlagen – was online schnell getan ist – können helfen.

Nichtsdestotrotz: Der Sommer bleibt heiß.

Brütest du in der Hitze oder brütest du Ideen fürs nächste Semester aus?

#august2026 #begriffsklärung #definitionen #fachsprache #semantik #wissenschaftlichkeit

Turbulente Zeiten

„Konzentrieren aufs Studium?“

Frühes Aus bei der Fußball-WM, Anschlag auf den CSD, tiefe Unzufriedenheit mit der Politik und eine völlig unklare Zukunft. Die Fragen wiegen schwer: Wird Russland die NATO angreifen? Was passiert zwischen Israel und dem Iran und was wird aus Taiwan? Dazu kommen Trump, die Rentenreform und die unaufhaltsam steigenden Lebenshaltungskosten.

Der Dauerkrisenmodus hinterlässt Spuren. In einem Zoom-Meeting sagte mir Chris resigniert: „Warum soll ich weiterstudieren? Welchen Wert hat das noch?“ In einer Bar entgegnete mir die Barkeeperin: „Warum eine Ausbildung machen? Für was?“ – Zukunftspessimismus überall.

Natürlich hat kaum einer von uns Einfluss auf die große Weltpolitik. Dennoch erschließt sich mir der Zusammenhang zwischen Netanjahu und dem Bedarf einer Berufsausbildung absolut nicht. Vielmehr sind es Nachrichten, die uns demotivieren und lähmen. Manche haben diese Haltung leider schon internalisiert.

Dabei ist Bildung – ob Studium oder Ausbildung – das wichtigste Fundament für die selbstbestimmte Lebensgestaltung. Gerade in unsicheren Zeiten ist dieses Bewusstsein umso erforderlicher, um als echte Fachkraft die Gesellschaft bereichern zu können.

Krisen hebeln das Kernprinzip von Geben und Nehmen nicht aus. Im Gegenteil: Turbulenzen appellieren geradezu an Eigenverantwortung und schreien nach Lösungen!

Ausbildung ist Bildung. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Gestern, heute und morgen.

Wie siehst du das?

#juli2026 #mindset #motivation #persönlichkeitsentwicklung #resilienz #zukunftsangst

Statistik und SPSS nun bei lektorcoach

„Unterstützung 1:1“

Immer häufiger erhalte ich Anfragen, ob ich im Statistik-Teil quantitativer Arbeiten helfen könne. Deshalb ist Verstärkung eingetroffen.

Frau Dr. Isabell Hußner vom IPN (Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik) ist jetzt an Bord: Ob Datenaufbereitung oder Analyse, Ergebnisdarstellung oder Interpretation: Eine kompetente Statistik-Expertin begleitet dich durch den kompletten Auswertungsprozess.

Als Pädagogin und Post-Doc kann sie nicht nur Statistik, sondern auch Vermittlung: verständlich, strukturiert und auf deinen Bedarf zugeschnitten. Auch hier gilt die lektorcoach-Maxime:

„1:1-Betreuung – individuell statt Paket.“

Abgerechnet wird nach Stunden.

Wichtig bleibt: Forschungsfrage, Forschungsziel und Items eines Fragebogens müssen zusammenpassen. Genau dort setzt die Unterstützung an – egal ob SPSS, R oder Excel.

Dr. Isabell Hußner bei lektorcoach.de

Dr. Hußner ist kurzfristig erreichbar und inhaltlich flexibel! Ob du einen normierten Fragebogen (standardisierter Test) in der Psychologie, Marktforschung, Mathematik oder in den Bildungswissenschaften erstellst – hier gilt: „Statistik einfach verstehen“.

Hättest du damit gerechnet?

#juni2026 #auswertungshilfe #datenanalyse #evaluation #fragebogendesign #hypothesentest

Nur das Beste

„Nur eine 1.“

„Es muss perfekt werden!“ äußerte Susanne im Beratungsgespräch. Verständlich, denn an der Note der Bachelorarbeit hängt mindestens der Berufseinstieg.

Susanne erklärte: „Ich will beweisen, dass alle Psychiatrien unseriös sind und gesunde Menschen eingewiesen werden, indem ich mich einweisen lasse und abwarte, bis die mich rauslassen.“ Susanne wollte an Rosenhan anknüpfen. Für eine Bachelorarbeit ist das methodisch und organisatorisch eine Nummer zu groß.

Frühestens die Dissertation eröffnet Raum zur Erreichung derart umfangreicher Forschungsziele.

Zur Themenfindung griff Lorenz das Praxiselement heraus. Susanne sucht nun ehemalige Patientinnen und Patienten, um mit ihnen ein Gespräch über ihre Erinnerungen an die Behandlung in der psychiatrischen Klinik zu führen.

„Das Beste“ orientiert sich immer am Realistischen.

Lorenz fühlte sich zugleich ertappt. Denn die Sprachsynthese zu seiner Komposition „Zum Lieben auserlesen“ ist ebenfalls nicht perfekt. Obwohl KI befragt wurde, welche Phoneme aus dem Englischen, Spanischen oder Japanischen dem Deutschen am nächsten kommen, bleibt der Eindruck des Perfekten aus. Der fettgedruckte Hinweis im Ratgeberartikel: „Eine klare deutsche Aussprache […] ist mir nicht gelungen!“ reflektiert damit das Bewusstsein über die Grenzen.

Reflektiere die Limitationen deshalb im Diskussionsteil.

Hörst du es dir trotzdem an?

„Zum Lieben auserlesen“

mit Introduktion

Seite 1 der Komposition
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#mai2026 #forschungsdesign #machbarkeit #methodenkompetenz #perfektionismus #selbstreflexion

Block 1. Block 2. Block 3.

„Block 4. Block 5. Block 6.“

Block 7. Block 8. Block 9. … Fertig.

Lorenz erhielt eine Anfrage: „Sehr gehrter Herr Schlösser, ich hab ein Methode zur neuen Verfassung von Bachlorarbeiten entwickelt […].“

Im Zoom-Meeting am nächsten Tag stellte eine Viktoria dann ihr System mit glänzenden Augen vor. „Ich hab einen Prompt erfunden!“ tönte sie stolz und präsentierte per Bildschirmfreigabe ein KI-System: „Sehen Sie, ich geb einfach ein: ‚Schreib Kapitel Nachhaltigkeit 1 Seite in wissenschaftlich!‘ – Und der macht das!“ – Gelangweilt kommentierte Lorenz „aha“.

Euphorisiert fuhr Viktoria fort: „Und das hab ich für jedes Kapitel gemacht.“ Ihre Begeisterung hielt an: „Und für die Diskussion hab ich alles reinkopiert mit dem Prompt ‚Schreib die Diskussion!‘ Weiter ergänzte sie: „Und beim Fazit hab ich dasselbe gemacht. Alles fehlerfrei!“

Der erfahrene Coach erklärte: „Das sind wenig zielführende Arbeiten, weil der rote Faden fehlt. Viele, die das machen, schneiden schlecht ab oder fallen durch.“ Viktoria entgegnete: „Bin ich auch. Deswegen frag ich Sie ja nach Hilfe für den Zweitversuch.“

Lorenz war fassungslos. Sowas hat es vor drei Jahren noch nicht gegeben.

Soviel zur „neuen Verfassung“ von Bachelorarbeiten.

Bleibst du ehrlich?

#april2026 #chatgpt #plagiat #prüfungsbetrug #täuschung #wissenschaftsbetrug

Mache ich am Ende

„Ojemine, wird knapp!“

Im kostenlosen Erstgespräch scrollte Markus per Bildschirmfreigabe durch seine Thesis und kommentierte: „Deckblatt füge ich am Ende ein… Inhaltsverzeichnis ist noch nicht formatiert, mache ich am Ende… Abkürzungsverzeichnis… hm… ich dachte, dass ich das am Ende machen kann, … eh… Abbildungs- und Tabellenverzeichnis auch! … Hier fehlen Quellenangaben; ich dachte, ich suche die am Ende schnell… tja… Fazit ist eigentlich nur Zusammenfassung, muss ich noch formulieren… Literaturverzeichnis schreibe ich am Ende… ja… eh… Anhänge müssen noch eingefügt werden. Ich dachte, das könnte ich am Ende machen… und dann noch ein Lektorat.“

Die To-do-Liste war riesig und umfasste Formales sowie Inhaltliches. „Am Ende“ war zum einen Markus selbst, zum anderen die Bearbeitungszeit – denn übermorgen war Abgabetermin.

„Das wird stressig“, schlussfolgerte Lorenz und ergänzte vorwurfsfrei: „Wir kriegen das hin.“ Sie gingen dann organisiert und arbeitsteilig vor: Formatierungen übernahm Lorenz, Inhaltliches Markus. Das Lektorat leistete der erfahrene Berater in den Stunden vor der Abgabe.

Schlussarbeiten und Kleinkram kosten oft mehr Zeit als gedacht. „Wenn du einen Fehler siehst, korrigiere ihn sofort. Trage Abkürzungen direkt ins Verzeichnis ein und arbeite in einer vorformatierten Mustervorlage.“ Markus weiß das jetzt.

Kennst auch du Hektik, Hetze, Überhast?

#märz2026 #abgabe #arbeitsweise #deadline #prokrastination #zeitmanagement

Mayring-Besäufnis an Karneval

„Ansonsten Kuckartz.“

Wissenschaft und Party – wie passt das zusammen? Eine offensichtliche Verbindung besteht in der Abwechslung, die sich Studierende beim Arbeiten gönnen sollten. Denn Feiern heißt Auftanken – im doppeldeutigen Sinne.

Bechern mit Mayring und Kuckartz – das wär’s doch! Die qualitative Inhaltsanalyse könnte eigentlich auch beim Trinken angewendet werden. Das blitzte mir an der Theke zu vorgerückter Stunde, gedankenversunken über die anstehenden Karnevalstage, durch meine Synapsen.

Denn geschenkte Getränke an Karneval lassen sich nicht ohne Weiteres in vorgefertigte Kategorien einsortieren. Bei der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz werden Hauptkategorien häufig aus Forschungsfrage bzw. Leitfaden vorläufig abgeleitet; als wenn sie gezielt bestellt worden wären. Anschließend werden die Hauptkategorien am Material weiterentwickelt, z. B. durch induktiv gebildete Unterkategorien.

Bei Mayring sind – je nach Analyseform – sowohl deduktive Kategorienanwendung (mit Kodierregeln/Kodierleitfaden) als auch induktive Kategorienbildung am Material üblich; häufig werden beide Vorgehensweisen kombiniert. Kategorien werden dabei im Verlauf geprüft, ergänzt und präzisiert.

Lorenz Schlösser an Karneval

Methodisches Arbeiten bedeutet stets, übergeordnet zu denken: Erst Logik, dann Inhalte. Zu einer sinnvoll geplanten Forschungsarbeit gehören damit Überlegungen zur allgemeinen Vorgehensweise, zur Denkrichtung und Datenerhebung.

Was Mayring, Kuckartz, Karneval und Getränke gemein haben, erfährst du hier – in nicht mal zwei Klicks. Hicks.

#februar2025 #codierregeln #forschungsdesign #kodieren #methodenwahl #regelgeleitetheit

Präsentationschaos

„Folien, Folien, voll voll.“

Voller Sorge rief Jana zu Lorenz an. „In zehn Tagen muss ich mein Kolloquium halten. Aber wie präsentiere ich?“ Sie bat um einen kurzfristigen Termin.

Noch am selben Tag trafen sie sich per Zoom und der Fehler war schnell identifiziert: Die erstellten Folien waren hoffnungslos überladen. Jana präsentierte nicht, sondern las vor.

„Folien bieten Orientierung durch Stichpunkte.“ stellte Lorenz klar. „Du selbst lässt die Inhalte lebendig werden.“ – Jana hakte ein: „Können wir einen Text erarbeiten, den ich ablese?“ – „Das wirkt nicht authentisch. Du bist Expertin und solltest flexibel vortragen.“

Zunächst reduzierten sie die Langtexte auf Stichpunkte. „Hm…“ seufzte Jana, „…in meiner Bachelorthesis ist das anders.“ Deshalb bauten sie die Präsentation neu auf – diesmal konsequent aus der Arbeit heraus, aber aus der Zuhörerperspektive.

Jana konnte sich damit identifizieren, dennoch war alles ungewohnt. Beim Einüben wandte Lorenz deshalb einen didaktischen Kniff an: Er simulierte typische Dozentenfragen, noch bevor Jana präsentierte. Sie lernte, gezielt auf Inhalte und Folien zu verweisen.

Jana bestand ihr Kolloquium bravourös – und wird Präsentationen künftig nicht mehr scheuen.

Ebenfalls präsentieren wird sich das kommende Jahr. Es wird aus zahlreichen Inhalten und offenen Fragen bestehen.

Hast du schon Antworten für die kommenden 12 Folien?

#januar2026 #angst #canvas #powerpoint #selbstwirksamkeit #vortragskunst

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Warte nicht, bis es zu spät ist!

Ich helfe gern und lege auch mal eine Nachtschicht ein – ohne Aufpreis. Meine Hilfe ist effektiver und kostengünstiger, wenn du dich frühzeitig bei mir meldest, denn ich rechne nach Stunden ab.

Auch wenn die Zeit drängt: In jeder Phase deiner Bearbeitung unterstütze ich dich mit Feedback oder einem Schreibcoaching.

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