Warum zitieren?
Dein Text ist nur dann wissenschaftlich, wenn du zitierst. Damit ist Zitation das Kernmerkmal wissenschaftlicher Texte und ein Schwerpunkt des wissenschaftlichen Arbeitens überhaupt. Wenn du zitierst, nimmst du Bezug zu anderen Autorinnen und Autoren. Dies ist im Theorieteil deiner Arbeit besonders wichtig, weil du ein theoretisches Fundament legen musst. Wissenschaftliches Arbeiten ist damit Textarbeit in mehrfacher Hinsicht, denn du behandelst dein Thema nicht in einem argumentationsfreien Raum. Vielmehr begründest du durch das Bezugnehmen zu anderen Forschenden und zu empirischen Befunden, wo du mit deiner Arbeit ansetzt und mit deinen Überlegungen anknüpfst.
Dieser Ratgeberartikel gibt dir einen Überblick über die Zitierweisen und wie du klassische Fehler vermeidest.
Warum ist korrektes Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten wichtig?
Korrektes Zitieren ist im Wissenschaftsbetrieb wichtig, weil sich dadurch zwischen deinen eigenen Gedanken und dem Gedankengut anderer unterscheiden lässt. Du schützt dich mit Zitatangaben also davor, dass dir ein Plagiat unterstellt wird. Denn wer seriös recherchiert und fremde Gedanken als Entlehnung kenntlich macht, der plagiiert nicht.
Zitieren kann nur jener, der sich in eine Thematik eingearbeitet hat. Das wissen Lehrende ohnehin bereits zu schätzen. Wenn du dann noch zuerst einen vorhandenen Gedankengang aufgreifst und daran anknüpfst, zeigst du deine eigene geistige Leistung. Daran wirst du gemessen werden.
Die berechtigte Frage, dass du eventuell dennoch einen Gedankengang einbringst, den bereits wer anders hatte, soll an dieser Stelle nicht aufgegriffen werden, wird aber hier diskutiert.
Das obige Beispiel verdeutlicht die Wichtigkeit des Zitierens auch durch eine weitere Überlegung. Denn wenn du diesen Sachverhalt in deiner Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit unbelegt äußern würdest, so wäre dies lediglich deine eigene Meinung. Verinnerliche deshalb diesen obersten Merksatz:
Direkte und indirekte Zitate: Was ist der Unterschied?
Der Unterschied zwischen direkten und indirekten Zitaten erkennt man optisch an den Anführungszeichen. Denn diese verwendest du nur bei direkten Zitaten. Zudem ist die Bedeutung des Zitierten bei direkten Zitaten größer. Deshalb sei einführend erwähnt, dass du sehr sparsam mit direkten Zitaten umgehen solltest.
Sämtliche folgenden Ausführungen geben einen Überblick zu Zitatangaben im Text. Daneben gibt es spezifische Vorgaben für dein Literaturverzeichnis, auf die an dieser Stelle aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht näher eingegangen werden kann.
Direktes Zitat (= wörtliches Zitat)
Du übernimmst einen Textausschnitt wörtlich. Diesen setzt du dann in Anführungszeichen („…“).
- Beispiel: „Die Stärkung der individuellen Resilienz sollte ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.“ (Lohse, 2021, S. 79)
Beachte hier dringend, dass du die zitierte Stelle buchstabengetreu übernimmst. In der Quellenangabe musst du immer die Seitenzahl angeben.
Selbst Rechtschreib- oder Kommafehler im zu zitierenden Text musst du übernehmen und hinter dem falschen Wort [sic] oder [sic!] angeben. So weiß der Leser deines Textes, dass der Fehler bereits in der Originalquelle vorlag und du ihn übernommen hast. „sic“ ist lateinisch und heißt „sic erat scriptum“ („so wurde es geschrieben“).
Indirektes Zitat (= Paraphrase)
Hier gibst du eine Aussage sinngemäß wieder.
- Beispiel: Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement sollte Resilienz gefördert werden. (Lohse, 2021)
Je nach Zitierstil und Vorgaben entfällt bei indirekten Zitaten die Angabe der Seitenzahl.
Beachte, dass die hier paraphrasierte Aussage sich nur auf einen Satz bezogen hat, der umformuliert wurde. Du kannst durch eine Paraphrase auch komplexe Sachverhalte verkürzt ausführen. Im obigen Beispiel geht aus dem Gesamtsinn des Textes hervor, dass Mitarbeitende veränderungsbereit sein müssen. Da faktisch das komplette Buch davon handelt (Titel: „Resilienz im Wandel – Die Veränderungsbereitschaft von Mitarbeitern“), ist es unmöglich, diese Aussage einer bestimmten Seite zuzuordnen.
Trotzdem kann die Hochschule in zusätzlichen Vorgaben festlegen, dass du bei Paraphrasen eine Seitenzahl angeben musst. Damit schafft sich die Uni die Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit, um deine zitierte Stelle leichter zu finden.
Zitierstile im Überblick
Das Skript, in dem du nachlesen kannst, wie du in deiner wissenschaftlichen Arbeit zitieren sollst, nennt sich „Vorgaben zum wissenschaftlichen Arbeiten“ oder einfach „Leitfaden“. Nur selten ist darin ein bloßer Verweis auf eine Zitierform zu finden. Häufig existieren spezifische Vorgaben seitens der Hochschule und Sonderwünsche. Neben allgemeinen Informationen zum wissenschaftlichen Arbeiten finden sich im Leitfaden auch weitere Vorgaben, u.a. Erwartungen zur Formatierung wie Seitennummerierung, Seitenrändern etc. Hiesige Ausführungen beschränken sich aufs korrekte Zitieren.
Die folgenden Zitierstile bieten lediglich einen Überblick.
APA-Style
Die American Psychological Association (APA) hat verbindliche Zitierregeln definiert, weshalb man auch von Richtlinien spricht. Aktuell gilt die siebte Version (APA7). Erfahrungsgemäß wird der APA-Zitationsstil in Psychologiestudiengängen erwartet. Quellenangaben folgen folgendem Schema: Autor – Komma – Jahreszahl – Komma – Seitenzahl.
Beispiele:
- (Lohse, 2021) [ein Autor; indirektes Zitat]
- (Lohse, 2021, S. 17) [ein Autor; direktes Zitat]
- (Quenzel & Hurrelmann, 2022) [zwei Autoren; indirektes Zitat]
- (Quenzel & Hurrelmann, 2022, S. 97) [zwei Autoren; direktes Zitat]
- (Lohauß et al., 2010) [mehr als zwei Autoren; indirektes Zitat]
- (Lohauß et al., 2010, S. 185) [mehr als zwei Autoren; direktes Zitat]
Bei der strengen Einhaltung des APA-Stils ist eine Seitenangabe bei Paraphrasen nicht erforderlich. Solltest du hingegen auf einen bestimmten Inhalt im Ausgangstext (z.B. eine Grafik oder Tabelle) verweisen, musst du dennoch eine Seitenzahl angeben.
Häufig findet man auch in Leitfäden anderer Studiengänge einen Verweis auf die APA-Zitation, doch wird diese dann nicht immer in Reinform erwartet. Im strengen APA-Stil werden – durch den amerikanischen Ursprung – beispielsweise Punkt und Komma vertauscht (120,000 statt 120.000 oder 18.4% statt 18,4%). Trotzdem hat es sich durchgesetzt, bei Texten in deutscher Sprache die Seitenangabe mit „S.“ (für Seite) anzugeben und nicht mit „p.“ (für page). Indirekte Zitate werden im reinen APA-Stil nicht mit Seitenangaben versehen. Dennoch können die Vorgaben Abweichendes fordern.
Harvard-Zitierweise
Bei der Harvard-Zitierweise folgst du folgendem Grobschema: Autor – Jahr – Seitenzahl.
- Beispiel: (Lohse, 2021, S. 79)
Die Harvard-Zitierweise ist quasi ein Oberbegriff für das Zitieren in Klammern im Text. Es gibt keine Organisation (wie die APA), die verbindliche Regeln festlegt. Beachte deshalb, dass deine Vorgaben auch Genaueres regeln können.
Beispiele für die Vielfältigkeit:
- (Lohse 2021, S. 79) [Komma entfällt nach Autor]
- (vgl. Lohse 2021, S. 79) [Zitatangabe bei indirekten Zitaten mit vgl.]
- (vgl. Lohse, 2021: 79) [Doppelpunkt nach Jahresangabe]
- (vgl. Lohse 2021) [Seitenangabe bei indirekten Zitaten entfällt]
Wie du siehst, sind Mischformen möglich. Im Leitfaden zum korrekten Zitieren findest du eventuell weitere Erwartungen. Sofern nichts weiter geregelt ist bzw. du dich entscheiden kannst, springe nicht zwischen verschiedenen Stilen, sondern bleibe auf jeden Fall einheitlich.
Deutsche Zitierweise
Hier zitierst du in Fußnoten. Beachte bitte, dass es unterschiedliche Vorgaben zur konkreten Zitationsweise gibt.
Es kann beispielsweise erwartet werden, dass eine Quelle bei der allerersten Verwendung komplett ausgeschrieben werden muss. Fußnoten kannst du in Word schnell mit der Tastenkombination Strg+Alt+F erzeugen.
Vancouver-Style
Der Vancouver-Zitierstil ist ein nummerisches System. Diese Art der Zitation findet sich überwiegend in medizinischen Studiengängen und wird auch als kürzeste Zitationsform bezeichnet. Hier wird eine Aussage mit runden oder eckigen Klammern im Text versehen. Es wird durchnummeriert und in der Nummerierung nicht zwischen direkten und indirekten Zitaten unterschieden.
- Beispiel: „Die Stärkung der individuellen Resilienz sollte ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.“ [1]
Auch:
- Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte Resilienz gefördert werden. [1]
Im Literaturverzeichnis finden sich die Komplettangaben zu jeder Quelle nicht alphabetisch nach Autoren geordnet, sondern ebenfalls nummerisch.
Weitere Hinweise zu Quellenangaben
Beachte stets, dass du auf jeden Fall einheitlich bleibst und nicht zwischen verschiedenen Stilen wechselst. Zwischen „S.“ und der Seitenzahl steht immer ein Leerzeichen; bestenfalls ein ‚halbes‘ Leerzeichen.
Die meisten Zitierstile erlauben es, dass du bereits einleitend eine Quelle angibst. So wird deutlich, worauf die Aussagen bezogen sind.
- Beispiel: Lohse (2021) konstatiert, dass die Resilienzförderung stärker ins betriebliche Gesundheitsmanagement integriert werden sollte (S. 79).
Ebenfalls solltest du in deinen Vorgaben nachlesen, ob bei der Nennung von zwei Autoren ein & oder / erwartet wird (Beispiel: Baumert & Maaz oder Baumert/Maaz).
Bei der Nennung von mehr als drei Autoren existiert zumeist die Vorgabe, dass nur der erste genannt wird (Beispiel: Lohauß et al.) Das „et al.“ steht für „et alii“ [lat.: und andere].
Es muss eindeutig nachvollziehbar sein, was zitiert ist und was deine Gedanken sind. Deshalb kann die Regel vorherrschen, dass sich Quellenangaben in einem Satz (d.h. vor dem schließenden Punkt) nur auf den Satz beziehen und nur der Satz zitiert ist. Quellenangaben außerhalb eines Satzes (d.h. hinter dem schließenden Punkt) beziehen sich auf den kompletten Absatz. Auch diesbezüglich können individuelle Regeln gelten.
Veröffentlicht ein und derselbe Autor bzw. ein und dieselben Autoren in einem Jahr zwei oder mehrere Werke und mindestens zwei kommen in deiner Arbeit vor, so hänge Buchstaben hinter die Jahreszahl an; z.B. (Kalisch et al., 2015a), (Kalisch et al., 2015b). Achte darauf, dass die Inhalte zuordenbar sind, zum anderen dürfen jene Angaben im Literaturverzeichnis nicht vertauscht werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So zitierst du richtig
Richtiges Zitieren ist Detailarbeit. Diese kostet Zeit. Insbesondere bei deiner ersten Hausarbeit ist dir eventuell nicht nur die Logik des wissenschaftlichen Arbeitens neu, sondern auch das korrekte Zitieren. Bedenke, dass falsches Zitieren nicht nur als Formfehler Punktabzug nach sich ziehen kann, sondern dass Zitieren ein Bindeglied zwischen Formalem und Inhaltlichem darstellt: Wer konsequent falsch zitiert, offenbart also auch inhaltliche Schwächen.
1. Kläre die Zitierweise
- Lade dir die Vorgaben fürs wissenschaftliche Arbeiten (Leitfaden) von deinem Fachbereich bzw. Institut herunter. In der Regel steht die erwartete Zitierform darin oder es gibt ein Zusatzskript zum Zitieren. Gelegentlich finden sich eben jene Vorgaben in einem hochschulinternen System (wie z.B. moodle), in das du dich einloggen musst. Bringst du frühzeitig die Erwartungen zum Zitieren in Erfahrung, vermeidest du Stress.
2. Wähle eine Quelle aus
- Du solltest ausschließlich Quellen aus wissenschaftlicher Fachliteratur verwenden. Welche Quellen wissenschaftlich sind, erfährst du hier.
3. Entscheide dich für ein direktes oder indirektes Zitat
- Da die Bedeutung des Zitatinhalts bei einem wörtlichen Zitat höher ist, bietet dir ein Abgleich hinsichtlich des Themas, deiner Fragestellung, Zielsetzung und der spezifischen Kapitelzielsetzung eine gute Orientierung, ob du wörtlich oder indirekt zitieren solltest.
4. Achte auf die Grammatik
- Die Grammatik eines Satzes darf keinesfalls dem Zitat zum Opfer fallen. Überprüfe deshalb insbesondere Sätze, in denen du ein wörtliches Zitat eingebracht hast. Der Satz muss auch ohne Beachtung der Gänsefüßchen grammatikalisch korrekt sein und inhaltlich stimmen.
5. Füge Quellenangaben richtig ein
- Dein Zitierstil gibt vor, wie du das Zitat formal angibst.
6. Trage alle Quellen sofort ins Literaturverzeichnis ein
- Es ist besonders wichtig, alle in deiner Bachelorarbeit verwendeten Quellen sofort ins Literaturverzeichnis einzutragen, da es mit äußerst hohem zeitlichem Aufwand verbunden ist, erst am Ende der Schreibphase nochmal sämtliche Literatur zu sichten, um sie dann erst als Vollangabe ins Literaturverzeichnis zu schreiben.
Praktische Tipps für das Zitieren in deiner Bachelorarbeit
In der Praxis hast du einen festen Abgabetermin für deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Selbst Hausarbeiten müssen meist zu einer Deadline eingereicht werden. Aus diesem Grund solltest du folgende Tipps bei der Bearbeitung im Hinblick auf die Zitation beherzigen.
Vermeide Hektik
Zitieren ist eine der Hauptfacetten des wissenschaftlichen Arbeitens. Andere wichtige Erfordernisse dürfen jedoch nicht zu kurz kommen. Beginne frühzeitig mit deiner Arbeit. Erste Impulse zum Thema geben dir im Optimalfall das besuchte Seminar oder die Vorlesung. Du vermeidest damit, dir kurz vor der Deadline ein Thema zum vergangenen Seminar ausdenken zu müssen, dich in Fachliteratur erneut einarbeiten zu müssen, in der Kürze der Zeit ergänzende Literatur zu suchen, deine Arbeit überhastet strukturieren und dich obendrein ins Zitieren einarbeiten zu müssen.
Beachte die Zitierweise
Informiere dich über die Erwartungen deiner Hochschule und arbeite dich frühzeitig ins Zitieren ein.
Lies wissenschaftliche Texte
Durch die Lektüre von Fachliteratur entwickelst du nicht nur ein hilfreiches Gespür für das eigene Verfassen von wissenschaftlichen Texten, z.B. für den Aufbau. Du förderst deinen eigenen Blick auch hinsichtlich der Logik und des Formalen. Die Einarbeitung in fremde Texte, die du zitieren möchtest, wird dir einfacher fallen. Zudem werden dir beim eigenen Zitieren weniger Fehler unterlaufen und du weitest deinen Blick hinsichtlich einer einheitlichen Gestaltung.
Nutze ein Literaturverwaltungsprogramm
Citavi und Zotero sind kleine Helferlein, die dafür sorgen, dass Quellen einheitlich angegeben werden.
Lass deine wissenschaftliche Arbeit lektorieren
Ein Lektorat ermöglicht eine formale und inhaltliche Kontrolle. Kontaktiere mich, um ein Plagiat zu vermeiden.
Häufige Fehler beim Zitieren und wie du sie vermeidest
Als wissenschaftlicher Berater und Lektor erreichen mich regelmäßig Texte von Studierenden, die Mängel hinsichtlich korrekter Zitation aufweisen. Im Folgenden seien die Klassiker benannt.
Vergessene Quellenbelege
- Es wurde zwar mit (Fach-)Literatur gearbeitet. Jedoch finden sich zahlreiche Informationen in der Arbeit, die ohne Quellenbeleg übernommen worden sind.
Wörtliche Wiedergabe von Paraphrasen
- Texte wurden in weiten Teilen nur umformuliert und alles satzweise als Paraphrase deklariert. Das Thema wurde nur am Rande erfasst. Gebe Paraphrasen in eigenen Worten wieder. Ein indirektes Zitat sollte mehr als eine Umformulierung sein.
Sinnentstellte Wiedergabe von Paraphrasen
- Der Sinn einer zitierten Kernaussage darf nicht verfälscht werden. Dies geschieht oftmals, wenn eine Paraphrase krampfhaft umformuliert wird. Arbeite dich in Fachliteratur intensiv ein, um Ursprungsaussagen wahrheitsgemäß wiederzugeben.
Uneinheitliche Zitierweise
- Das Gebot der Einheitlichkeit gilt auch beim Zitieren in deiner wissenschaftlichen Arbeit. Dies betrifft zum einen die konsequente Einhaltung des Zitierstils als solchen. Zum anderen solltest du auch darauf achten, bei der Kommasetzung hinter der Jahresangabe einheitlich vorzugehen. Zudem wird oft uneinheitlich im Hinblick auf die Seitenangabe zitiert, indem sie mal angegeben wir und mal nicht. Hinter „al.“ fehlt gelegentlich ein Punkt, demgegenüber findet sich hinter „et“ fälschlicherweise einer.
Zu viele direkte Zitate
- Reduziere direkte Zitate auf ein Minimum, um die wörtliche Bedeutung des Zitats zu akzentuieren. Andernfalls erweckt deine Arbeit den Eindruck, als sei sie ein Flickenteppich an Zitaten mit wenig Eigenleistung.
Nicht synchrones Literaturverzeichnis
- Sämtliche Quellen im Textteil deiner Arbeit müssen im Literaturverzeichnis als Komplettangabe vorzufinden sein. Umgekehrt dürfen im Literaturverzeichnis keine Quellen stehen, die in der Arbeit nicht auftauchen.
Falsche Namen im Literaturverzeichnis
- Der Sinn des Literaturverzeichnisses besteht darin, eine Publikation eventuell bestellen zu können. Es ist also zwingend erforderlich, dass der Name im Literaturverzeichnis exakt der Quellenangabe im Text entspricht. Hast du eine Quelle im Textteil „OPEC“ genannt, muss sie auch unter OPEC im Literaturverzeichnis auftauchen – nicht als „Organisation erdölexportierender Länder“. Sinngemäß gilt dies für Personen: „Musk“ im Textteil bleibt Musk im Literaturverzeichnis und ist unter M zu finden, er wird nicht zu „Tesla“ oder „SpaceX“.
Uneinheitliche Zitierweise bei Internetquellen
- Achte bei der Angabe von Internetquellen unbedingt auf die Vorgaben deiner Hochschule. Eventuell werden PDFs, die unter einer festen Internetadresse abrufbar sind, wie herkömmliche Publikationen behandelt. Andererseits kann es sein, dass eine Quelle (z.B. Bundesgesundheitsministerium) als Abkürzung (BGM) oder Domain (www.bundesgesundheitsministerium.de) angegeben werden muss.
Nicht alphabetisch geordnetes Literaturverzeichnis
- Damit Titel schnell gefunden werden können, ist es obligatorisch, das Literaturverzeichnis alphabetisch zu ordnen (außer bei nummerischen Zitationsstilen).
FAQ zum korrekten Zitieren
Muss in der Bachelorarbeit zitiert werden?
Warum muss in der Bachelorarbeit zitiert werden?
Was wird in der Bachelorarbeit alles zitiert?
Was ist mit Stellen in der Bachelorarbeit, die nicht zitiert sind?
Kann man beim Zitieren plagiieren?
Was ist das Wichtigste beim Zitieren?
Was ist der Unterschied zwischen einem direkten und indirekten Zitat?
Muss bei einer Paraphrase die Seitenzahl angegeben werden?
Muss bei APA bei einer Paraphrase die Seitenzahl angeben werden?
Was bedeutet [sic]?
Muss eine Bachelorarbeit nach APA zitiert sein?
Wie sieht ein Beispiel in APA-Zitation aus?
(Lohse, 2021, S. 17) [ein Autor; direktes Zitat]
(Quenzel & Hurrelmann, 2022) [zwei Autoren; indirektes Zitat]
(Quenzel & Hurrelmann, 2022, S. 97) [zwei Autoren; direktes Zitat]
(Lohauß et al., 2010) [mehr als zwei Autoren; indirektes Zitat]
(Lohauß et al., 2010, S. 185) [mehr als zwei Autoren; direktes Zitat]
Wie funktioniert die Harvard-Zitierweise?
Wie sieht ein Beispiel in Harvard-Zitation aus?
auch:
(Lohse 2021, S. 79) [Komma entfällt nach Autor]
(vgl. Lohse 2021, S. 79) [Zitatangabe bei indirekten Zitaten mit vgl.]
(vgl. Lohse, 2021: 79) [Doppelpunkt nach Jahresangabe]
(vgl. Lohse 2021) [Seitenangabe bei indirekten Zitaten entfällt]
Was ist die deutsche Zitierweise?
Was ist der Vancouver-Style?
Beispiel Paraphrase: Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte Resilienz gefördert werden. [1]
Muss zwischen S. und der Seitenzahl in einer Quellenangabe ein Leerzeichen stehen?
Wann steht ein a oder b bei der Quellenangabe hinter einer Jahreszahl?
Wann ist ein wörtliches Zitat sinnvoll?
Wann sollten Quellen ins Literaturverzeichnis eingetragen werden?
Sind Zitationsprogramme sinnvoll?
Was sind die häufigsten Zitationsfehler?
- Paraphrasen sind Umformulierungen ohne Textbelege
- Paraphrasen werden sinnentstellend wiedergegeben
- Die Zitierweise ist uneinheitlich
- Es finden sich zu viele direkte Zitate in der wissenschaftlichen Arbeit
- Das Literaturverzeichnis ist nicht synchron
- Im Literaturverzeichnis finden sich falsche Namen
- Internetquellen werden uneinheitlich angegeben
- Das Literaturverzeichnis ist nicht alphabetisch geordnet
Unterstützung beim Zitieren
Zitieren ist in deiner Haus-, Bachelor- und Masterarbeit unerlässlich und sichert die wissenschaftliche Integrität. Falsches Zitieren wird als Fehler gewertet. Insbesondere Formfehler sind leicht zu vermeiden und am ärgerlichsten. Daher solltest du dich mit der erwarteten Zitation schnell vertraut machen, zumal du wissenschaftliche Texte dann auch leichter verstehen wirst. Damit verschaffst du dir einen allgemeinen Vorteil beim Lernen und Verstehen. Deine Dozenten, die deine Arbeit bewerten werden, fragen sich stets:
„Stammt alles, was in deiner wissenschaftlichen Arbeit nicht zitiert ist, aus deinem Kopf?“
Brauchst du Unterstützung beim richtigen Zitieren oder bist du dir unsicher? Dann kontaktiere mich unverbindlich. Im Rahmen eines Zitations-Checks werde ich deine Arbeit auf die Einhaltung der Zitierregeln überprüfen.




